02. Januar 2001

Asteroideneinschlag vor 65 Millionen Jahren fiel kleiner aus als vermutet


1998 William K. Hartmann
Meteoriteneinschlag

Der vor 65 Millionen Jahren auf die Erde geprallte Asteroid oder Meteorit, der einen riesigen Krater in der Nähe von Mexiko - den Chicxulub-Krater im Golf von Mexiko - hinterließ, war wahrscheinlich 16 Kilometer groß. Er wird für das Aussterben der Dinosaurier und anderer Tierarten und Pflanzen verantwortlich gemacht.

Bisher wurde angenommen, dass durch den Aufprall des Meteoriten Unmengen an Sand und Staub in die Luft geschleudert wurde, so dass die Sonne nicht mehr richtig auf die Erde scheinen konnte. Dadurch wurde es nicht mehr richtig hell und die Luft kühlte sich unheimlich ab. Für die meisten Tiere und Pflanzen war es zu dunkel und zu kalt, und somit starben sie aus.

Neueste Bohrungen am Chicxulub-Krater haben aber ergeben, dass der Krater viel zu klein ist, als dass der aufgewirbelte Staub allein an dem Aussterben der Dinosaurier schuld sein könnte.

Die Wissenschaftler gehen nun davon aus, dass durch Aufprall des Meteoriten giftige Stoffe in die Atmosphäre geschleudert wurden und vielleicht mehrere Jahrhunderte lang dort geblieben sind. Anschließend seien sie mit jedem Regen als todbringende Säure auf die Tiere und Pflanzen nieder gegangen - und das weltweit. So wären schließlich die Dinosaurier auf der ganzen Erde ausgestorben.

Es sind in diesem Jahr aber weitere Bohrungen an dem Chicxulub-Krater geplant. Vielleicht können die Wissenschaftler dann genaueres zu dem Aussterben der Dinosaurier mitteilen.


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Asteroideneinschlag vor 65 Millionen Jahren fiel kleiner aus als vermutet.


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