14. Juli 2003

Dinosaurier am Ende


Eine Gruppe neuseeländischer Geologen um Chris Hollis vom Institute of Geological and Nuclear Sciences ist nach dreijähriger Forschung zu dem Schluss gekommen, dass der Meteoriteneinschlag am Ende der Kreidezeit vor 65 Millionen Jahren keineswegs allein verantwortlich für das Aussterben der Dinosaurier und anderer Tier- und Pflanzenarten gemacht werden kann. Ihren Ergebnissen zufolge hätte bereits lange vor dem Aufprall eines Himmelskörpers auf der Erde eine globale Klimaabkühlung stattgefunden und den Beginn eines massenhaften Artensterbens eingeleitet. Hollis ist der Ansicht, dass der Meteoriteneinschlag das Aussterben lediglich beschleunigt hat.

Da Neuseeland am Ende der Kreidezeit rund 1500 Kilometer näher an der Antarktis gelegen hat, sei hier die Aussterberate nicht so hoch wie in anderen Erdteilen. Die Tiere seien damals an kälteres Klima und lang anhaltender Dunkelheit gewöhnt gewesen. Daher hätte sich die neuseeländische Fauna besser auf die veränderten Klimaverhältnisse einstellen können.

Nach Hollis' Meinung wird die Bedeutung des Meteoriteneinschlags bislang überschätzt. Sowohl vorher als auch nachher habe ein Artenschwund stattgefunden. Nur unmittelbar vor dem Einschlag habe eine kurzfristige Wärmeperiode noch einmal für eine Blütezeit einzelner Arten gesorgt.


weitere Informationen unter:

  • The New Zealand Herald (engl.):
    NZ finds suggest cooling helped kill the dinosaurs


  • scienceticker.info:
    Nicht Asteroid, sondern Klimawandel löste Dino-Sterben aus



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    2003 Dinosaurier-Interesse