06. Juli 2004

Blätter entwickelten sich infolge Kohlendioxidsenkung


Obwohl Pflanzen bereits seit 400 Millionen Jahren die genetische Grundlage für Blätter besaßen, breiteten sie sich erst vor etwa 350 Millionen Jahren so richtig aus.

Durch den Vergleich von rund dreihundert pflanzlichen Fossilien aus europäischen Museen und Sammlungen entdeckte ein britisches Forscherteam um Colin Osborne von der Universität in Sheffield, dass zeitgleich mit dem Abfall des atmosphärischen Kohlendioxidgehalts die Blattgröße und das vermehrte Auftreten von Spaltöffnungen in einem Blatt zunahmen.

Die Wissenschaftler vermuten, dass der hohe Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre zunächst verhinderte, dass sich große Blätter entwickelten, da wenige Spaltöffnungen ausreichten. Somit wäre die Kühlung der Blattoberfläche bei größeren Blättern durch den wenigen Wasserdampf, der aus diesen wenigen Spaltöffnungen tritt, nicht ausreichend gewesen.

Mit der Senkung des Kohlendioxidgehaltes benötigten die Pflanzen aber mehr Spaltöffnungen und entwickelten größere Blätter. Durch die größere Anzahl der Spaltöffnungen war die Kühlung der größeren Blattoberflächen gewährleistet.


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  • Bild der Wissenschaft:
    Als das Kohlendioxid ging, kamen die Blätter



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    2004 Dinosaurier-Interesse