23. März 2005

Sphärulen-Regen nach Asteroideneinschlag


Die zwei amerikanischen Geowissenschaftler Denton Ebel vom American Museum of Natural History in New York und Lawrence Grossman von der University of Chicago haben in einer Computersimulation gezeigt, wie es nach dem Asteroideneinschlag vor 65 Millionen Jahren auf der Yucatan-Halbinsel im Golf von Mexiko zum Herabregnen der so genannten Sphärulen kam.

Sphärulen sind winzige Glaskügelchen, die durch das Schmelzen von Gestein und durch anschließendes schnelles Erkalten entstehen. So lautet zumindest die allgemeine Erklärung. Einige Forscher sind allerdings der Ansicht, dass die Luftreibung das Material noch vor dem eigentlichen Einschlag von dem Asteroiden gelöst hat.

Laut Ebel und Grossman könnten Sphärulen aber auch anders entstanden sein: Ihren Simulationen zufolge wurde bei dem Einschlag vor 65 Millionen Jahren nicht nur Gestein verflüssigt, sondern sogar verdampft. Dieser Dampf, der anfänglich Zehntausende Grad Celsius heiß gewesen war, hätte sich in der Atmosphäre ausgedehnt und sei dabei abgekühlt. Das verdampfte Gestein hätte kleine Tröpfchen gebildet, die dann in einem Sphärulen-Regen niedergegangen seien, erklärten die Forscher.


weitere Informationen unter:

  • dinosaurier.org:
    Murmel-Regen nach Einschlag



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