02. Dezember 2005

Massensterben am Ende des Perm begann an Land


Die Untersuchung von fossilem Meeresgestein in den Dolomiten führte eine internationale Forschergruppe um Mark Sephton vom Imperial College London zu der Annahme, dass das Massensterben am Ende des Perm vor 250 Millionen Jahren, bei dem 70 Prozent der Landlebewesen und 90 Prozent der Meereslebewesen verschwanden, an Land begann.

Die in dem Gestein gefundenen Verbindungen gehen vermutlich auf Kohlehydrate zurück, die ursprünglich an Land gebildet wurden und stammen aus einer Zeit, in der das heutige Sibirien durch eine heftige Vulkantätigkeit gekennzeichnet war.


Lösten Vulkanausbrüche an Land das Artensterben im Meer aus?

Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass vulkanische Gase zu einer starken Ansäuerung des Erdreichs und Zerstörung der Ozonschicht führten, was ein massenhaftes Absterben der Landpflanzen nach sich zog. Die toten Wurzeln konnten die Erde nicht mehr halten und so wurde diese einschließlich des toten Pflanzenmaterials ins Meer gespült. Die dadurch einsetzende Trübung des Wassers schränkte die Photosynthesentätigkeit ein; der gleichzeitig einsetzende enorme Verbrauch von Sauerstoff bei der Zersetzung der Biomasse führte somit schließlich zum massenhaften Artensterben im Meer.


weitere Informationen unter:

  • dinosaurier.org:
    Perm: Massensterben durch Vulkangase?



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