11. Mai 2005

Tidenhub war in den Urmeeren geringer


Im Karbon vor 300 Millionen Jahren lag der Meeresspiegel höher als heute, so dass das heutige Nordwesteuropa von einem flachen Meer bedeckt wurde.

Mithilfe eines Computerprogramms berechnete nun ein Forscherteam um Martin Wells vom Imperial College London den Tidenhub dieses Flachmeeres und kam zu dem Ergebnis, dass der Unterschied zwischen Ebbe und Flut gerade einmal fünf Zentimeter ausmachte. Lediglich in trichterförmigen Mündungen könnte der Tidenhub bis zu zehn Zentimeter betragen haben.

Da bei solch schwachen Gezeiten das Wasser nicht ausreichend durchgemischt wurde und somit kein Sauerstoff in die tieferen Wasserschichten gelangte, wurden verstärkt Sedimente mit einem hohen Anteil an organischen Stoffen abgelagert. Daraus bildete sich in den späteren Zeiten unsere heutige Kohle.


weitere Informationen unter:

  • Bild der Wissenschaft:
    Keine Gezeiten vor Urzeiten



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    2005 Dinosaurier-Interesse