25. September 2006

Maiaspondylus: Fossiler Fischsaurier mit Embryonen im Leib im Labor wiedergefunden


Beim Aufräumen in einem kanadischen Laboratorium wurden die Überreste einer neuen Ichthyosaurier-Gattung aus der Kreidezeit entdeckt, die aufgrund der zwei im Leib enthaltenen Embryo-Fossilien Maiaspondylus lindoei genannt wurde.

Die fossilen Überreste wurden schon einige Jahre zuvor in der Loon-River-Formation in den kanadischen Nordwest-Territorien ausgegraben, in Pappkartons im Labor der University of Alberta gelagert und dann vergessen.

Als Michael Caldwell mit seiner Arbeitsgruppe im Jahr 2000 an die Universität kam und das Labor aufräumte, wurden die Überreste neu entdeckt. Zusammen mit seiner Kollegin Erin Maxwell von der McGill University, die damals als Studentin an den besagten Ausgrabungen in den Nordwest-Territorien beteiligt war, beschrieb Caldwell jetzt das rund 100 Millionen Jahre alte Fossil.

Demnach gehörte es aufgrund der Knochenform und -anordnung nicht zur Gattung Platypterygius, der einzigen bislang bekannten Ichthyosaurier-Gattung aus der Kreidezeit, sondern zu einer neuen Gattung.

Die beiden gefundenen Embryonen im Leib des Ichthyosaurus-Fossils liefern einen weiteren Beweis dafür, dass die Fischsaurier nicht − wie die meisten der heutigen Wasserreptilien − ihre Eier an Land ablegten, sondern lebende Junge zur Welt brachten. Zudem gilt der Fund einer neuen Ichthyosaurier-Gattung als Indiz dafür, dass die Fischechsen auch kurz vor ihrem Aussterben noch eine große Vielfalt aufwiesen.



weitere Informationen unter:

  • dinosaurier.org:
    Schwangerer Fischsaurier entdeckt



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    2006 Dinosaurier-Interesse