16. März 2007

Yanoconodon: Säugetierohr entwickelte sich aus Reptilienkiefer


Forscher um Zhe-Xi Luo vom Carnegie Museum in Pittsburgh haben ein rund 125 Millionen Jahre altes Fossil aus der chinesischen Yixian-Formation untersucht und können nun erstmals belegen, dass die schon seit längerer Zeit bestehende Theorie richtig ist, dass sich das leistungsfähige Säugetierohr aus dem typischen Reptilienkiefer entwickelt hat.

Der 30 Gramm schwere Insektenfresser mit Namen Yanoconodon allini besitzt zwar Knochen, die dem für das Säugetier-Mittelohr typischen Hammer und Amboss eines modernen Schnabeltiers gleichen, doch sind diese Knöchelchen noch über einen verknöcherten Knorpel mit dem Unterkiefer verbunden.

"Yanoconodon ist eindeutig ein Übergangsstadium in der Evolution des Säugertier-Mittelohrs", sagt Luo.

Yanoconodon lebte vermutlich am Boden, besaß kurze Beine und primitive, zum Graben und Kriechen geschaffene Füße, fraß Insekten und Würmer und hatte 26 statt 19 oder 20 Wirbel wie fast alle anderen Säugetiere. Zudem besaß es auch in der Lendengegend noch Rippen, was bei modernen Säugetieren eher selten ist.



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  • Bild der Wissenschaft:
    Wie Hammer, Amboss und Steigbügel an ihren Platz kamen



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