24. Januar 2008

Dreidimensionale Kontinentaldrift: Nicht nur nebeneinander, sondern auch hoch und runter


Der weltweit führende Erdwissenschaftler Maruyama Shigenori vom Tokyo Institute of Technology in Japan vertritt die Ansicht, dass die Kontinentaldrift nicht nur ein zweidimensionaler Vorgang ist (also nebeneinander her), sondern durch eine dreidimensionale Bewegung hervorgerufen wird (durch eine Auf- und Abbewegung der Erdplatten).

Seiner Meinung nach werden alte, kalte Erdplatten an den Kontinentalrändern in den Erdmantel hinabgedrückt, wo sie große Mengen Eisen anlagern. Durch dieses zusätzliche Gewicht sinken die Platten bis in eine Tiefe von 2900 Metern hinab und sammeln sich am Boden des flüssigen Erdmantels in regelrechten "Plattenfriedhöfen".

Bedingt durch Druck und Hitze in der Tiefe werden chemische Prozesse in Gang gesetzt, die das angelagerte Eisen aus den Platten wieder ausschwemmen, die Platten wieder leichter werden und dadurch wieder aufsteigen lassen. In der Folge bildet sich über diesen alten Plattengräbern am Grunde des flüssigen Erdmantels ein Pilz aus heißem Magmar, der emporsteigt und als "Mantle Plume" bezeichnet wird. Stößt dieser heiße Glutstrom dann schließlich an eine steinerne Kruste, brennt er sich wie ein Schneidbrenner hindurch und lässt so Vulkane entstehen, wie zum Beispiel auf Hawaii.



weitere Informationen unter:

  • Spiegel Online:
    Friedhof der Kontinente



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