19. Februar 2009

Neue Theorie zum Flugsaurier-Flug


Auf die Frage, wie sich die riesigen Flugsaurier mit einer Flügelspannweite von bis zu zwölf Metern in der Luft halten konnten, bietet ein Forscherteam um Leon Claessens vom College of the Holy Cross in Worcester (Massachusetts, USA) eine einleuchtende Theorie:

Große, durchgängige Hohlräume in den Knochen hätten zum einen das Gewicht erheblich reduziert, zum anderen hätte sich so eine sehr effiziente Sauerstoffversorgung herausgebildet.

Der Quetzalcoatlus hatte eine Flügelspannweite von bis zu 12 Metern.

Dem Team standen gut erhaltene Rumpfstrukturen verschiedener Flugsaurier zur Verfügung, von denen es Computertomographie-Scans erstellte. Um seine Theorie zu überprüfen, machte es zudem von heute lebenden Vögeln und Krokodilen Röntgenaufnahmen und weitere Computertomographie-Scans und untersuchte, wie deren Luftversorgung funktioniert, welche Rolle das Skelett bei der Atmung spielt und inwiefern die Knochenstruktur durch das Vorhandensein von Luftsäcken verändert wird.

Die Forscher entdeckten weiterhin, dass die Flugsaurier − anders als bisher abgenommen − keinen starren Brustkorb wie andere Saurier besaßen, sondern eine bewegliche Bauchseite. Außerdem fanden die Wissenschaftler Fortsätze an den Rippen der Bauchunterseite. Dadurch hätten die fliegenden Urzeitechsen durch entsprechende Bewegungen die Druckunterschiede in den Luftkammern und somit die Luftverteilung beeinflussen und ihre Muskeln durch Hebelwirkung entlasten können.



weitere Informationen unter:

  • Spiegel Online:
    Luftgefüllte Knochen ließen Urzeitriesen fliegen
  • ORF on Science:
    Saurier flogen wie Vögel



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    2009 Dinosaurier-Interesse