13. Juli 2014

Acutiramus: Der "Monster-Skorpion" aus dem Silur war eher harmlos



Bislang ging man davon aus, dass der im Silur lebende Seeskorpion Acutiramus cummingsi mit einer Länge von bis zu zwei Metern einer der gefährlichsten Jäger der Urzeitmeere war, doch neue Studien widersprechen dem nun:

Die Greifzangen, die angeblich harte Schalen knacken konnten, erwiesen sich als viel zu schwach. Und auch die nach vorn gerichteten Augen, von denen man bislang annahm, dass sie zu einem aktiven Jäger gehörten, zeigten sich viel eher dazu geeignet, im Halbdunkel nach leichter Beute zu stöbern.

Die Forscher schließen aus ihren Erkenntnissen nun, dass Acutiramus vermutlich am Boden nach leicht zu zerschneidenden Beute suchte, die sich nicht sehr schnell fortbewegen oder kämpfen konnte, wie z.B. Nacktschnecken, Tierkadaver oder Pflanzenreste.

Demnach war Acutiramus cummingsi wahrscheinlich ein eher harmloser Riese im Urmeer gewesen - und nicht, wie bislang angenommen, der "T.rex unter den Meeresbewohnern".



weitere Informationen unter:

  • Spiegel Online:
    Die Wahrheit über den Monster-Skorpion
  • National Geogra1phic (engl.):
    "Monster" Sea Scorpion Was a Gentle Giant
  • biology letters (engl.):
    What big eyes you have: the ecological role of giant pterygotid eurypterids



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