05. November 2014

Vintana: Kreidezeitlicher Ur-Säuger mit ausgeprägten Sinnen



Auf Madagaskar ist ein 12,4 Zentimeter großer Säugetier-Schädel aus der Kreidezeit gefunden worden, deren Vertreter zwar schon zu einer bekannten Gruppe gehörte, die bislang aber nur durch ein paar Zähne und Kiefernfragmenten bekannt war. Da dieser Schädel so gut erhalten blieb, dass nun auch auf einige Details bezüglich seines Aussehens und seiner Lebensweise geschlossen werden kann, die sowohl typische Säugetiermerkmale aufweist als auch auffällige Besonderheiten, wurde der Fund einer neuen Gattung zugeordnet, die Vintana sertichi genannt wird. (Vintana = Glück, was sich auf den glücklichen Fund bezieht).

Das Tier lebte vor rund 70 Millionen Jahren, gehört in die Gruppe der Gondwanatheria (also ein Säugetier auf der damaligen Landmasse Gondwana) und besaß scheinbar gute Sinne: Unter anderem aufgrund der drei Zentimeter großen Augenhöhlen schließen die Forscher auf große Augen, mit denen Vintana in der Dämmerung gut sehen konnte. Die Hirnanatomie sowie die großen Nasenhöhlen weisen auf einen ausgeprägten Geruchssinn hin. Die kräftigen Kiefer und die kräftigen Backenzähne deuten auf eine Nahrung hin, die wahrscheinlich aus Nüssen, Wurzeln und anderen harten Pflanzenteilen bestand. Die Anatomie des Innnenohrs wiederum liefert Hinweise darauf, dass Vintana einen guten Gleichgewichtssinn besaß und auch bei schnellen, wendigen Bewegungen die Balance halten konnte.



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    "Schreckenshand"-Dino enträtselt



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