20. Mai 2016

Stegosaurus hatte ein stärkeres Gebiss als bislang gedacht



Britische Wissenschaftler haben mithilfe von Computermodellen festgestellt, dass Stegosaurus - entgegen bisheriger Annahmen - einen relativ starken Biss besaß und somit vermutlich ein breiteres Spektrum an pflanzlicher Nahrung zur Verfügung hatte, als bislang angenommen.

In der Studie haben Forscher die Schädel und Kiefer von drei Dinosauriergattungen untersucht, die zwar zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten gelebt haben und unterschiedliche Körperformen besaßen, deren Schädelformen aber durchaus vergleichbar waren: Stegosaurus, Plateosaurus und Erlikosaurus.

Diese drei Dinosauriergattungen besaßen Schädel mit großen niedrigen Schnauzen, eher schwachen Zähnen in Zapfenform und Kiefern, die sich wie Scheren nur auf und abbewegen konnten.

Da diese drei Dinosauriergattungen ähnlich geabaute Kiefer besaßen, gingen die Forscher bislang davon aus, dass sie auch eine ähnliche Nahrung bevorzugten und eine ähnliche Bisskraft aufwiesen.

Aufgrund der Computersimulation konnten die Forscher jedoch nachweisen, dass Stegosaurus einen erheblich festeren Biss hatte, der mit heutigen Kühen und Schafen vergleichbar ist. Das wiederum bedeutet, dass er auf ein wesentlich weiteres Spektrum an Nahrungspflanzen zurückgreifen konnte, als die anderen beiden Dinosauriergattungen.

Daraus könnte sich auch eine neue Bedeutung des Stegosaurus innerhalb seiner ökologischen Nische ergeben: Möglichweise trug Stegosaurus u.a. dazu bei, dass sich die Samen von Palmfarnen verbreiteten, so die Forscher.



weitere Informationen unter:

  • scinexx:
    Stegosaurus bite strength revealed



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