13. Juni 2001

Urzeitlicher Tausendfüßer erblickt das Licht der Welt


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Arthropleura
Vor gut zwei Jahren sorgte die Entdeckung des Beinfragments eines RiesenTausendfüßers für großes Aufsehen in der Fachwelt. Nach Berechnungen, die sich auf die Größe dieses Beinfragments stützten, kamen die Forscher auf eine Gesamtlänge von 2,30 Metern.

Gefunden wurden die Überreste des Arthropleura (so der wissenschaftliche Name des RiesenTausendfüßers), der vor 290 Millionen Jahren im Perm gelebt haben soll, nahe der thüringischen Stadt Manebach. (s. Spiegel Online vom 27. April 1999)

Nun wurde der RiesenTausendfüßer in Lebensgröße nachgebaut und soll zusammen mit rund 100 anderen Modellen urzeitlicher Tiere und Pflanzen im Naturhistorischen Museum Schleusingen in Thüringen in einer Ausstellung, die an diesem Freitag eröffnet wird, angemessen geehrt werden.

Eigentlich hätte ein Gliederfüßer dieser Größenordnung mit den normalen, für diese Tierart typischen Atmungssystemen nicht leben können, doch schließen die Forscher nicht aus, dass im Perm ein höherer Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre vorgeherrscht haben könnte.

Vergleiche mit heute lebenden Tausendfüßern geben Anlass zur Vermutung, dass Arthropleura Ursaurier bis zur Größe eine Schäferhundes gejagt und mit Hilfe von Gift erlegt hat.


weitere Informationen unter:

  • Spiegel Online:
    Urzeitlicher Tausendfüßer erblickt das Licht der Welt



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