05. September 2001

Amerikanischer Forscher: T. Rex war kein grausamer Jäger, sondern ein Aasfresser


Der amerikanische Paläontologe Jack Horner vertritt nach eingehender Untersuchung des Skelettaufbaus und der Gehirnabdrücke des Tyrannosaurus rex die Theorie dass dieser "König unter den Tyrannenechsen" kein bösartiger Jäger, sondern ein Aasfresser war.

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Tyrannosaurus

Dieses schließt der Paläontologe aus den äußerst kleinen Armen des Tyrannosaurus (die für einen Kampf vollkommen unbrauchbar gewesen seien), aus den langen Oberschenkeln im Gegensatz zu den kurzen Unterschenkeln (die zum Sprinten nicht tauglich gewesen seien) und aus den Zähnen, die eher dazu geeignet gewesen waren, Knochen zu zerbrechen und weniger dazu, Fleisch aus der Beute zu reißen. Des weiteren hätte Tyrannosaurus im Gehirn eine recht kleine Sehregion, dafür aber riesige Riechlappen gehabt, so dass er vermutlich schon aus großer Entfernung Aas hätte riechen können.

Mit dieser Meinung bringt Horner wieder eine Diskussion in Gang, die schon seit Jahrzehnten geführt wird: Schon in den sechziger Jahren wurde diese Theorie aufgrund von Untersuchungen des Beckengürtels geäußert. Gegner führen jedoch immer wieder die mächtige Beißkraft, die Tyrannosaurus vermutlich gehabt hat, den starken, beweglichen Hals und die Fähigkeit zum räumlichen Sehen als Gegenargumente ins Feld.


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