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Friedrich
(11 Jahre aus Deutschland)

29. August 2007


Das Ende der Dinosaurier

Späte Kreide, Nordamerika:
Frost benetzt die Blätter der Bäume wie ein Spinnennetz.
Es gibt nur ein Wort, was diese Zeit beschreiben kann:
Es ist kalt.

Plötzlich bebt die erfrierte Erde.
Mehrere 100 Tonnen erschüttern die Erde und lassen den Morgentau von den Blättern fallen.
Oder sind es sogar Tausende?
Plötzlich erscheinen ein paar hundert Edmontosaurier.
Doch es ist keine Herde auf Futtersuche, es ist eine Flucht vor der Kälte, die im jetzigen Winter vom Nordpol Tod und Verderben bringt.
Ein paar große Sauropoden sind auch unter ihnen.
Doch es sind nur wenige.
Die Ära dieser Tiere ist beendet und sie wird nun nie mehr wiederkommen.....

Plötzlich schauen einige der Dinosaurier zum wolkenverhangenen Himmel empor.
Es schneit.

Schon am nächsten Morgen steht der Schnee einen Meter hoch.
Ein massiger Körper eines Sauropoden liegt auf dem Boden.
Er hat die eisige Kälte nicht überlebt.
Die Zeit der Sauropoden ist nun endgültig beendet.

Der tote Körper lockt mehrere Aasfresser an.
An dem großen Körper stehen 10 Utahraptoren, die hungrig mit anderen kleinen Carnivorern das Aas verspeisen.
Ihre Münder sind blutverschmiert.
Ab und zu verständigen sie sich mit primitiven Lauten, was vielleicht heißt: "Es ist kalt, lasst uns weiterziehen."

Es wird nun wirklich immer kälter.
Alle Fleischfresser haben den Ort des Fressens verlassen, bis auf die Utahraptoren, die ihren Gaumen noch erfrischen, während andere sich durch meterhohen Schnee kämpfen.
Das Gras ist nicht mehr zu sehen, und die Bäume und Sträucher sehen aus wie die Glatzköpfe der Pflanzenwelt.
Nun ziehen letztendlich auch die Utahraptoren weiter.
Sie folgen der Herde, denn bei ihr ruft Futter.

Die Herde kann nur noch langsam vorankommen.
Sie erstreckt sich nun über Dutzende Kilometer.
Viele von ihnen werden der eisigen Kälte überlassen, die sie sterben lässt.
Es schneit nun wieder seit mehreren Stunden.
Der Schnee lässt den Weg unsichtbar machen, sodass viele in Schluchten fallen und nicht mehr herauskommen.
Sie müssen jämmerlich sterben.
Nun befinden sie sich in einer Schlucht, die sich ein paar Kilometer über Nordamerika erstreckt.
Die Herde ist nun deutlich kleiner.
Der letzte Bestand der nordamerikanischen Pflanzenfresser kämpft sich vor durch das verschneite Nordamerika.

Ein paar hundert Meter weiter sind die Utahraptoren und ernähren sich von den Massen des Aases, das zurückbleibt.
Die Sonne scheint, es hat aufgehört zu schneien.
Plötzlich sind die etwa 6 Meter langen Utahraptoren ziemlich erregt.
Ein kleiner Bach hat sich in der Schlucht gebildet; der Schnee schmilzt.
Sie preschen davon der Herde entgegen.
Die Utahraptoren entdecken die Herde, die gerade einen Weg aus der Schlucht geht, was gut Stunde um Stunde dauern kann.
Jagen ist angesagt.

Ein Utahraptor erscheint hinter der Herde.
Nein, zwei sind es.
Da erscheint ein Dritter.
Die Herde denkt nur noch an Flucht.
Der Weg aus der Schlucht ist vergessen.
Sie preschen die Schlucht entlang.
Doch auch vor ihnen stehen Utahraptoren, die jetzt in die Herde hineinspringen und dort die Rolle von Tod spielen.
Mit ihren 25 Zentimeter langen Klauen ist das nicht sehr schwierig.
Alle laufen nun den Weg zurück, den sie vorher mühsam gegangen sind.
Ein paar hundert Meter weiter hat die Sonne den Schnee in eine Sturmflut verwandelt, die sich nun den Dinosauriern nähert und das mit einer enormen Geschwindigkeit.
Ein Edmontosaurier entdeckt das wässrige Unglück, das auf die Herde zurast.
Mit einem alarmierenden Laut läuft er den Weg aus der Schlucht heraus.
Schon erfasst das Wasser die ersten Dinosaurier.
Auch die, die aus der Schlucht herauslaufen, werden erfasst.
Von hunderten Dinosauriern überlebt kein einziger.
Die Dinosaurier sind ausgestorben.

Die Flut ist vorbeigezogen.
Plötzlich lugen fünf kleine Augen aus dem Gebüsch.
Es sind kleine Säugetiere.
Die Dinosaurier sind ausgestorben, aber nun beginnt die Zeit der Säugetiere.
Noch 64 Millionen Jahre Evolution gehören den Säugetieren und heute noch sind sie die Herren der Welt.

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