Glossar

− Kurze Erklärung von Begriffen −
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I



Ichthyopterygia - Meeressaurier-Gruppenbezeichnung

Ichthyop-
terygia

Ichthyopterygia ist ein Klassifizierungsbegriff (übersetzt: "Fisch-Flosser"), unter dem die Fisch-ähnlichen Meeresreptilien zusammengefasst werden. Die Ichthyopterygia stammten wahrscheinlich von an Land lebenden Eidechsen-ähnlichen Reptilien ab, die ins Meer zurückgekehrt waren. Die Ichthyopterygia brachten lebende Junge zur Welt, wie anhand vieler Fossilfunde belegt werden kann.


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Ichthyosauria - Meeressaurier-Gruppenbezeichnung

Ichthyosauria (übersetzt: "Fischechsen") ist ein Klassifizierungsbegriff für eine Untergruppe der Ichthyopterygia, unter dem fast alle Fisch-ähnlichen Meeresreptilien zusammengefasst werden.

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Ichthyosauridae - Meeressaurier-Gruppenbezeichnung

Ichthyosauridae ist ein alter Klassifizierungsbegriff für eine Untergruppe der Ichthyosauria. Zu den Ichthyosauridae wurden die typischen Ichthyosaurier gezählt, die einen torpedoartigen, stromlininenförmigen Körper, eine stabilisierenden Rückenflosse und einen symmetrisch aufgebauten, flossenähnlichen Schwanz besaßen.
Moderne Klassifizierungssysteme verzichten jedoch auf diesen Begriff.

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Ichthyosaurus
Ichthyosaurus - Meeressaurier-Gattung

Ichthyosurus war ein etwa zwei Meter langes, delphinähnliches, Fleisch fressendes Meeresreptil, das in die Gruppe der Ichthyosauria (Ichthyopterygia) eingeordnet wird, für die es als Namensgeber stand. Sein Name bedeutet übersetzt: "Fischechse". Ichthyosaurus lebte vom Unterjura bis zur Unterkreide. Seine Überreste wurden in Europa (Großbritannien, Deutschland), Grönland und dem westlichen Nordamerika gefunden. Als Entdecker gelten: de la Beche und Conybear, 1821.

    Folgende Arten sind bekannt:
    Ichthyosurus communis: 1821 von Conybeare beschrieben, Zeit: Unterer Jura (Sinemur), Länge: einzelne Exemplare drei bis fünf Meter lang, Überreste wurden in Großbritannien gefunden; Fossilien: keine Angaben.
    Ichthyosurus breviceps: 1881 von Owen beschrieben, Zeit: Unterer Jura (Sinemur), Länge: 1,5 bis zwei Meter, Überreste wurden in Großbritannien gefunden; Fossilien: keine Angaben.
    Ichthyosurus conybeari: 1888 von Lydekker beschrieben, Zeit: Unterer Jura (Sinemur), Länge: etwa einen Meter, Überreste wurden in Großbritannien und Deutschland gefunden; Fossilien: keine Angaben.
    Ichthyosurus intermedius: (keine Angaben zum Jahr der Entdeckung und zum Namen des Entdeckers), Zeit: Unterer Jura (Hettang), Überreste wurden in Großbritannien gefunden; Fossilien: keine Angaben.
    → (Keine weiteren Angaben bisher zu weiteren in Deutschland und Nordamerika gefundenen Ichthyosaurus-Arten.)

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Iguanodon
Iguanodon - Dinosaurier-Gattung

Das Iguanodon war ein in Herden lebender, sechs bis zu zehn Meter langer, 4,5 bis 5,5 Tonnen schwerer, meist auf vier Beinen laufender, Pflanzen fressender Dinosaurier, der zu den Iguanodontia (Ornithopoda) gezählt wird. Sein Name bedeutet übersetzt: "Leguan-Zahn". Es lebte in der Unterkreide und hatte sich über Europa, Nordamerika, Afrika und Asien verbreitet. Als Entdecker gilt: Mantell, 1825.

    Folgende Arten sind bekannt:
    Iguanodon bernissartensis: 1881 von Boulenger und van Beneden beschrieben, (auch als "I. seeleyi", Entdecker: Hulke, 1882 bekannt), konnte bis zu 11 Metern lang werden, Überreste wurden in Deutschland (Nordrhein-Westfalen), Belgien, Großbritannien und Spanien gefunden, evtl. auch in der Mongolei (Asien), in Frankreich und in Tunesien (Afrika); Fossilien: Dutzende von Skeletten (einige komplett), Zähne.
    Iguanodon anglicus: 1829 von Holl beschrieben, (auch als "I. mantelli", Entdecker: Meyer, 1832 bekannt), Überreste wurden in Großbritannien gefunden; Fossilien: Zähne, Knochenfragmente.
    Iguanodon atherfieldensis: 1924 von Hooley, Überreste wurden in den Deutschland (Nordrhein-Westfalen), Belgien, Großbritannien und Spanien gefunden; Fossilien: drei komplette Skelette, teilweise erhaltene Skelette, Zähne, Postcranium-Material.
    Iguanodon dawsoni: 1888 von Lydekker beschrieben, Überreste wurden in Großbritannien gefunden; Fossilien: zwei teilweise erhaltene Skelette.
    Iguanodon fittoni: 1889 von Lydekker beschrieben (auch als "I. hollingtoniensis" bekannt), ca. sechs Meter lang, Überreste wurden in Großbritannien und Spanien gefunden; Fossilien: drei teilweise erhaltene Schädel.
    Iguanodon hoggi: 1874 von Owen beschrieben, (möglicherweise auch "Camptosaurus hoggi", von Norman und Barrett 2002 umbenannt), Überreste wurden in Großbritannien gefunden; Fosslien: vereinzelte Knochenreste.
    Iguanodon lakotaensis: 1989 von Weishampel und Bjork beschrieben, Überreste wurden in den USA (South Dakota) gefunden; Fossilien: Schädel, Rückenwirbelsäule.
    Iguanodon ottingeri: 1979 von Galton und Jensen beschrieben, Überreste wurden in den USA (Utah) gefunden; Fossilien: Zähne (möglicherweise von Jungtieren).
    Iguanodon sp.: (keine Angaben zum Entdecker, Entdeckungsjahr und gefundenen Fossilien), lebte vermutlich im späten Jura, Überreste wurden in den USA gefunden.

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Ilium (Os Ilium)

Os Ilium ist der wissenschaftliche Begriff für "Darmbein", den oberen Knochen des Beckengürtels/"Hüftbeins" (Os coxae).

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Incertae sedis

"Incertae sedis" ist ein Klassifizierungsbegriff und bedeutet "unsichere Zuordnung", das heißt man weiß derzeit nicht, welcher Gruppe das beschriebene fossile Tier eigentlich zugeordnet werden kann. Der Grund hierfür kann völlig unterschiedlich sein wie zum Beispiel: mangelnde Erhaltung, ungenügende Kenntnis der betreffenden Fossilgruppe usw.
Bei einigen Autoren gilt "Incertae sedis" als Ausdruck der ersten Stufe von Unsicherheit. Wenn etwas mehr Klarheit vorherrscht, aber dennoch nach wie vor keine klare Zuordnung möglich ist, verwenden sie den Begriff "Sedis mutabilis" (= "veränderbare Zuordnung").

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Irritator
Irritator - Dinosaurier-Gattung

Irritator war ein vielleicht sieben bis acht Meter langer, auf zwei Beinen laufender, Fleisch fressender Dinosaurier, der zu den Spinosauria (Tetanurae) gezählt wird. Sein Name bedeutet übersetzt: "Reizer". Irritator lebte in der unteren Kreide (Alb) im heutigen Brasilien. Als Entdecker gelten: Martill, Cruikshank, Frey, Small und Clarke, 1996.

    Folgende Arten sind bekannt:
    Irritator challengeri: 1996 von Martill, Cruikshank, Frey, Small und Clarke; Fossilien: fast kompletter Schädel von 80 cm Länge.

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Ischium (Os ischium)

Os Ischium ist der wissenschaftliche Begriff für "Sitzbein", den hinteren Knochen des Beckengürtels/"Hüftbeins" (Os coxae).

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Isanosaurus
Isanosaurus - Dinosaurier-Gattung

Isanosaurus war ein vielleicht 6,5 Meter langer, auf vier Beinen laufender, Pflanzen fressender Dinosaurier, der als der älteste bekannte Sauropode gilt. Sein Name bedeutet übersetzt: "Isan-Echse". ("Isan" ist der einheimische Name für den Nordosten Thailands.) Isanosaurus lebte in der oberen Trias (später Nor oder Rhät) im Gebiet des heutigen Thailands. Als Entdecker gelten: Buffetaut, Suteethorn, Cuny, Tong, Le Loeuff, Khansubha und Jongautchariyakul, 2000.

    Folgende Arten sind bekannt:
    Isanosaurus attavipachi: 2000 von Boulenger Buffetaut, Suteethorn, Cuny, Tong, Le Loeuff, Khansubha und Jongautchariyakul beschrieben; Fossilien: diverse Knochenfragmente.

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