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− Kurze Erklärung von Begriffen −
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Lagosuchus
Lagosuchus - Archosaurier-Gattung

Der Lagosuchus war ein etwa 40 Zentimeter langer, ungefähr 90 Gramm schwerer, überwiegend auf zwei Beinen laufender, Fleisch fressender Saurier, der jedoch nicht zu den Dinosauriern gezählt wird, sondern möglicherweise einer ihrer Vorfahren war. Klassifizierungsmäßig wir er den "Dinosauromorpha" (= Dinosaurier Formen) zugeordnet, zu denen auch die Dinosaurier gehören. Er lebte in der mittleren Trias (Ladin) und gilt als Bindeglied zwischen den Archosauriern und den Dinosauriern. Da die Überreste des Lagosuchus jedoch sehr schlecht erhalten sind, wird er in den Kladogrammen als nomun dubium geführt. Sein Name bedeutet übersetzt: "Hasen-Krokodil". Als Entdecker gilt: Romer, 1971.

    Folgende Arten sind bekannt:
    Lagosuchus talampayensis: 1971 von Romer beschrieben, Überreste wurden in Argentinien gefunden; Fossilien: fragmentarisches Skelett.

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Lambeosaurinae - Dinosaurier-Gruppenbezeichnung

Lambeosaurinae ist ein Klassifizierungsbegriff innerhalb der Gruppe der Hadrosaurier (= Hadrosauroidea) mit hohem, gewölbtem Kopf und merkwürdigen, hohlen Knochenkämmen.

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Lambeosaurus


Lambeosaurus-
Kopf
Lambeosaurus - Dinosaurier-Gattung

Der Lambeosaurus war ein 9 bis 15 Meter langer, ungefähr 5,6 Tonnen schwerer, in der Regel auf vier Beinen laufender, Pflanzen fressender Dinosaurier, der zu den Lambeosaurinae (Hadrosauriern) gezählt wird. Er lebte am Ende der Kreidezeit (Campan) im heutigen Nordamerika und gehörte vermutlich zu den größten Entenschnabeldinosauriern. Auffällig an ihm war sein seltsamer Kopfschmuck: Er besaß vorne auf der Stirn einen nach vorn gerichteten, rechteckigen hohlen Kamm und am Hinterkopf einen nach hinten ragenden, festen Knochenzapfen. Sein Name bedeutet übersetzt: "Lambes Echse" (benannt nach Lawrence Morris Lambe, einem kanadischen Dinosaurier-Paläontologen aus dem 19./20 Jahrhundert). Als Entdecker des Lambeosaurus gilt: Parks, 1923.

    Folgende Arten sind bekannt:
    Lambeosaurus lambei: 1923 von Parks beschrieben, Überreste wurden in Alberta (Kanada) und Montana (USA) gefunden; Fossilien: 7 Skelette, 10 Schädel sowohl von erwachsenen als auch von jugendlichen Tieren.
    Lambeosaurus magnicristatus: 1935 von C. M. Sternberg beschrieben, Überreste wurden in Alberta (Kanada) und Montana (USA) gefunden; Fossilien: Skelett und Schädel.
    Lambeosaurus laticaudus (nomen dubium?): 1941 von Morris beschrieben, Überreste wurden in Mexiko gefunden; Fossilien: Schädel und Postcranium-Material.
    Lambeosaurus sp.: keine weiteren Angaben.

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Laurasia

Laurasia wird die riesige nördliche Landmasse am Ende des Jura genannt. Sie wurde aus dem heutigen Nordamerika, Grönland, Europa und Asien gebildet.
(Die südliche Landmasse wird Gondwanaland genannt.)

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Leptopterygiidae - Meeressaurier-Gruppenbezeichnung

Leptopterygiidae ist ein alter Klassifizierungsbegriff für eine ehemalige Untergruppe der Ichthyosauria (Ichthyopterygia). Zu den Leptopterygiidae wurden die späten Ichthyosaurier gezählt, die am längsten überlebt haben.
Innerhalb des neuen Klassifizierungssystems taucht dieser Begriff aber nicht mehr auf.

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Ceratosauria
Liliensternus - Dinosaurier-Gattung

Der Liliensternus war ein rund fünf Meter langer, auf zwei Beinen laufender, Fleisch fressender Dinosaurier, der zu den Ceratosauria gezählt wird. Er lebte am Ende der Trias (Nor) in Europa von vor 222 Millionen bis vor 219 Millionen Jahren. Sein Name ehrt den deutschen Paläontologen Hugo Rühle von Lilienstern (1882 − 1946). Liliensternus liliensterni wurde ursprünglich "Halticosaurus liliensternus" genannt. Da in den vorherigen Jahren aber bereits andere Halticosaurus-Arten entdeckt worden waren, die jedoch zu den Coelurosauria geordnet werden, nannte Welles den Halticosaurus liliensternus 1984 in Liliensternus liliensterni um. Als Entdecker des Liliensternus gilt: Huene, 1934.

    Folgende Arten sind bekannt:
    Liliensternus liliensterni: 1943 von Huene beschrieben, Überreste wurden in Deutschland (Sachsen-Anhalt) gefunden; Fossilien: 2 unvollständige, halbwüchsige Skelett.

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Longisquama insignis
Longisquama - Thecodontia-Art

Longisquama war ein merkwürdig aussehendes, etwa 15 Zentimeter langes Reptil aus der Untertrias, das zur Ordnung der Thecodontia gezählt wird. Das auffälligste Kennzeichen von Longisquama insignis (der einzigen bekannten Art) waren die am Rücken ansetzenden, aufrecht stehenden, steifen, langen Schuppen, deren Funktion noch nicht mit Sicherheit geklärt ist. Möglicherweise konnte Longisquama mit ihnen von Baum zu Baum segeln. Die Fachwelt streitet sich immer mal wieder darüber, ob es sich bei den langen Rückenschuppen um Vorläufer der heutigen Feder handelt, die Mehrheit der Wissenschaftler lehnt diese These jedoch ab. Der Name "Longisquama" leitet sich von diesen Rückenschuppen ab und bedeutet übersetzt: "lange Schuppen". Als Entdecker gilt: Sharov, 1970.

    Folgende Arten sind bekannt:
    Longisquama insignis: 1970 von Sharov beschrieben, Überreste wurden in Kirgistan (Asien) gefunden; Fossilien: schlecht erhaltenes Vorderteil eines Skeletts, Schuppenabdruck.

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