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Dinosaurier-Definition



Vor 225 Millionen Jahren begann die Zeit der Dinosaurier. Allein aus der Tatsache heraus, dass sie über 160 Millionen Jahre lang als die Herrscher des Landes galten und Unmengen von verschiedenen Arten hervorgebracht haben, darunter auch die größten Landlebewesen aller Zeiten, kann man davon ausgehen, dass sie zu den erfolgreichsten Wirbeltieren der gesamten Erdgeschichte gehörten.

Bisher sind über 800 Dinosauriergattungen weltweit gefunden worden. Doch nicht jedes Lebewesen, dessen Überreste in den Schichten, die dem Mesozoikum (Erdmittelalter) zugeschrieben werden, eingebettet ist, gehört zu der Gruppe der Dinosaurier. Also: Was ist ein Dinosaurier eigentlich?

Eine mögliche Definition (nach David Norman) lautet:

  • Dinosaurier lebten nur während des Mesozoikums ("Erdmittelalter", einem Erdabschnitt, der sich aufteilt in drei Abschnitte: der Trias, dem Jura und der Kreidezeit). Die Zeit der Dinosaurier begann vor 225 Mio. Jahren (mit der späten Trias − "Obertrias") und endete vor 65 Mio. Jahren (mit dem Ende der Kreidezeit).

  • Dinosaurier sind Reptilien.

  • Alle Dinosaurier lebten auf dem Land. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig, da sie auf etliche riesige und oft merkwürdig anmutende fossile Reptilien, die sehr häufig für Dinosaurier gehalten werden, in keinem Fall zutrifft. So können sowohl die gewaltigen Meeresechsen des Mesozoikums (die Plesio-, Ichtyo- und Mosasaurier) nicht zu den Dinosauriern gezählt werden, wie auch die verschiedenen Flugsaurier (die Pterosaurier) keine sind.

  • Die Dinosaurier liefen aufrecht auf säulenförmigen Beinen. Dies ist das typischste aller Merkmale. Von den Reptilien haben sich nur die Dinosaurier so entwickelt. Bei allen anderen stehen die Beine seitlich abgewinkelt. Diese spezielle Beinstellung ähnelt sehr derjenigen neuzeitlicher Vögel und Säugetiere.


Centrosaurus

Soweit zur Definition von David Norman. Die Zuordnung zu bestimmten Reptiliengruppen oder Unterklassen entscheidet sich aber in erster Linie aufgrund des Schädelaufbaus und der Schädelöffnungen. Die Dinosaurier gehören zu den sogenannten Diapsida, die hinter den Augen je ein Paar zusätzliche Schläfenster besitzen.
(Zur weiteren Information: Schädeltypen.)

Der Name Dinosaurier leitet sich von den zwei griechischen Wörter deinos (schrecklich) und sauros (Echse) ab. Der Begriff fiel erstmals 1842 auf einer wissenschaftlichen Tagung in Großbritannien und wurde von dem Wissenschaftler Richard Owen geprägt.


1887 führte der englische Anatom Harry Govier Seely zum besseren Verständnis der Verwandtschaftverhältnisse der Dinosaurier die Gruppenbegriffe Saurischia und Ornithischia ein. Die Unterscheidung dieser beiden Dinosauriergruppen leitet sich von der Stellung der Beckenknochen bei den Dinosaurierskeletten ab: Die Beckenknochen der Saurischia ("Echsenbecken-Dinosaurier") sind in etwa, wie bei anderen Reptilien angeordnet, die Beckenstruktur der Ornithischia ("Vogelbecken-Dinosaurier") hingegen ähnelt mehr der unserer heutigen Vögel (obwohl seltsamerweise kein verwandtschaftlicher Zusammenhang zu den Vögeln besteht, da sie sich aus einer Seitenlinie der Saurischia entwickelt haben und eng mit dem Deinonychus verwandt zu sein scheinen).


Unterschiede im Aufbau des Beckengürtels
bei Ornithischia und Saurischia


Ornithischia

Saurischia

Die Saurischia werden wiederum in zwei Untergruppen unterteilt: In die Theropoda, zu denen alle fleischfressenden, auf zwei Beinen laufenden Arten gehören (z.B. Tyrannosaurus rex), und in die Sauropodomorpha, die allesamt Pflanzenfresser waren (z.B. Brachiosaurus).

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zwischen den Saurischia und Ornithischia besteht darin, dass scheinbar alle Ornithischia einen kleinen Hornschnabel am Unterkiefer trugen (z.B. Triceratops). Zudem waren sämtliche Ornithischia Pflanzenfresser.

Die meisten Dinosaurier können einer der beiden Gruppen (Saurischia oder Ornithischia) zugeordnet werden, doch treten insbesondere bei einigen der ganz frühen Formen, die in der Obertrias lebten, die sogenannten "Protodinosaurier" (David Norman) wie auch bei den "Segnosauriern" vom Ende der Kreidezeit Schwierigkeiten bei der eindeutigen Zuordnung auf.




Literatur zum Thema:
Norman: Dinosaurier.

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Was sind Dinosaurier?




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